Meine Woche vom 26. Januar bis 05. Februar 2020
Da waren sie wieder
• die großen Fragen der Gemeinde
Was ist Dominanz?
Wie erkennt man Dominanz?
Dominanz innerhalb und außerhalb des BDSM.
Ist Dominanz nicht doch eine subjektive Fremd-Wahrnehmung?
• die üblichen Verdächtigen/Selbstdarsteller
• und die üblichen Theorien von natürlicher und angeborener Dominanz.
Ich möchte jetzt nicht die Definitionen aus Wikipedia und dem Duden zitieren oder über erlernte dominante Verhaltensweisen philosophieren. Aber ist es nicht so, dass die Dominanz des einen vom anderen individuell und subjektiv wahrgenommen wird und dass Dominanz und Devotion/Submission nur dann funktionieren, wenn sie zueinander passen und einen gemeinsamen Rhythmus finden wie bei einem Tanz?
Müssen wir alles "zu Tode" diskutieren und definieren, was gar nicht allumfassend und allgemein definiert werden kann? Was mich anspricht, ist für andere nicht interessant und das ist auch gut so. Stellt Euch doch mal vor, es gäbe nur eine Handvoll Doms und alle devoten/submissiven Menschen sprechen genau auf diese wenigen an. Die armen Herren und Damen wären doch völlig überrannt und überfordert. Da wäre es nur eine Frage der Zeit, bis die erste Burnout-Klinik nur für dominante Menschen eröffnet würde.
Gleich zwei Threads drehten sich darum, Sub zu tauschen bzw. zu teilen, Sub für begrenzte Zeit und unter definierten Umständen anderen Doms zu überlassen (im Beisein und/oder ohne den eigenen Dom). Und wie immer bei diesem sensiblen Thema gab es zwei große und vehement argumentierende Lager: die Befürworter und die Gegner.
Mein Haus, mein Auto, meine Sub.
versus
Grenzerfahrungen für Sub bzw. gehört zum jeweiligen BDSM dazu.
Einerseits verstehe ich nicht, warum die Thread-Ersteller immer wieder in die gleichen Wespennester stechen müssen wie schon andere vor ihnen. Andererseits verstehe ich die heftig argumentierenden BDSM-Monogamie-Befürworter nicht. Warum kann ich es nicht einfach stehen lassen, dass andere ein abweichendes Verständnis davon haben? In meinen Augen existiert BDSM in einer vierdimensionalen Matrix im Raum-Zeit-Gefüge und jeder findet in dieser Matrix seinen eigenen Fixpunkt.
In genau dieser Matrix verorte ich auch die Diskussion, wie viel Sadist darf in einem Daddy-Dom stecken. Meiner Meinung nach soviel, wie auch Masochist in der Little/Middle steckt - also ganz individuell und persönlich in der passenden Paarung der beiden Menschen.
Für mich spannend war der Thread über positive Orgasmus-Kontrolle, also Konditionierung bis hin zum Orgasmus "auf rein wörtlichen Befehl". Ich werde versuchen, mir weitere Infos dazu zu beschaffen, denn dieses Thema hat mich "gepackt". Mal sehen, was mein Herr dazu sagen wird.
In diesem Sinn: habt alle eine befriedigende und erfüllende Woche.
